Was ist Osteopathie?

Einige Antworten auf häufig gestellte Fragen!

Die Osteopathie ist ein medizinisches Konzept, welches von dem amerikanischen Arzt Dr. A. Taylor Still (1828 - 1917) vor ca. 136 Jahren entwickelt wurde.
Es handelt sich um ein manuelles Diagnose - und Therapieverfahren für den menschlichen Körper, in dem ausschließlich mit den Händen funktionelle Störungen untersucht und behandelt werden.
Dr. A. T. Still machte die Erfahrung, dass er durch eine Behandlung des Knochens (Osteon = Knochen) einen positiven Effekt auf die Erkrankung (Pathos = Leiden) ausüben konnte. Daher erwählte er den Begriff Osteopathie für seine neue Methode.

Die Osteopathie basiert auf dem Wissen, dass der menschliche Körper eine Einheit bildet, Selbstheilungskräfte besitzt und Struktur und Funktion in einer ständigen Wechselwirkung zueinander stehen. Es gibt immer eine gegenseitige Abhängigkeit von Struktur (Knochen, Muskeln, Sehnen, Gefäße und Organe) und der Funktion. Die Funktion macht die Struktur zu dem, was sie ist. Ist die Funktion einer Struktur gestört, wird die Beweglichkeit eingeschränkt oder geht ganz verloren. Dort wo Bewegung behindert oder eingeschränkt ist, reagiert der Körper mit Anpassung. Das kann über einen längeren Zeitraum ganze Spannungsketten verursachen. Damit versucht der Körper sich selbst zu regulieren/kompensieren. Schafft er dies nicht mehr, treten schließlich bekannte Symptome wie Schmerz und deutliche Einschränkungen in der Bewegung auf, die sich oft an anderen Orten als ihrem eigentlichen Ursprung zeigen.

Mit speziellen, sensiblen Griffen und Techniken versucht der Osteopath Spannungen und Blockaden im Gewebe (im Bereich von Gelenken, Organen, Schädelknochen und weiteren Strukturen) sanft wahrzunehmen und sie zu lösen. Das Ziel ist, ein dynamisches Gleichgewicht in der Funktionsfähigkeit des gesamten Systems zu aktivieren. Mobilität in all unseren Systemen ist dafür die Voraussetzung.

Immer im Team und miteinander.

Die Osteopathie ist keine Alternative zur Schulmedizin. Sie ist eine geeignete Möglichkeit bei funktionellen Beschwerden und Erkrankungen. Bei allen strukturellen Veränderungen ist es immer wichtig sich in die Obhut des jeweiligen Facharztes zu begeben.

Ausbildung: Osteopathen absolvieren ein fünfjähriges, berufsbegleitendes Studium, das mit einer wissenschaftlichen Arbeit abschließt. Ein wesentliches Qualitätsmerkmal ist die Berufsbezeichnung: Osteopath D.O..